… wird als regionaler christuszentrierter Glaubenstag gefeiert. Christinnen und Christen kommen an verschiedenen Orten in Bayern zusammen, um Gottesdienste zu feiern, in Vorträgen und Workshops neue Impulse zu erhalten und sich ermutigen zu lassen. Initiiert wird der Christustag seit 2012 vom Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern. Örtliche Kirchengemeinden laden zu diesem Glaubenstag ein, häufig in Kooperation mit Ortsvereinen des CVJM und Kommunitäten.
Nächster CHRISTUSTAG BAYERN: Samstag, 3. Oktober 2026. Motto, Veranstaltungsorte, Referentinnen und Prediger im Juni an dieser Stelle.

Impulse, Eindrücke und Erklärung vom CHRISTUSTAG Bayern 2025:
Jesus bekennen – ohne falsche Scheu
CHRISTUSTAG BAYERN 2025 mit rund 1.250 Besuchern an neun Veranstaltungsorten
Christen sind dazu aufgerufen, sich ohne falsche Scheu auch öffentlich zu Jesus zu bekennen. Dazu hat der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) ermutigt. In einer Erklärung zum Christustag am 3. Oktober kritisiert der ABC zugleich Fehlentwicklungen innerhalb der Kirche. So würden Aussagen der Bibel relativiert und dem Zeitgeist unterworfen. In der Folge werde der Anspruch von Jesus „Niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ geleugnet. Kirchliches Handeln dürfe nicht um Bestandswahrung kreisen; vielmehr müsse es sich darauf konzentrieren, Menschen vor dem Verlorensein zu warnen und sie einzuladen, das Angebot der Rettung durch Jesus Christus anzunehmen.
Der Christustag stand unter dem Motto „Mit Mut von Jesus reden“. Der ABC-Vorsitzende Dekan Till Roth rief in seiner Predigt beim Christustag in Lohr am Main dazu auf, nicht nur allgemein von Gott zu sprechen, sondern bewusst von Jesus zu reden. Gott sei für viele Menschen ein „nicht näher bestimmbares höheres Wesen“; das Besondere am christlichen Glauben aber sei, dass sich Gott in Jesus Christus offenbart habe. Roth erinnerte an das Bibelwort, wonach „in keinem anderen das Heil ist“ als allein im Namen Jesus.
Glauben nicht weichspülen
ABC-Sprecher Hans-Joachim Vieweger sagte in Lauben (Dekanat Memmingen), die heutige Kirchenkrise hänge damit zusammen, dass der Glaube häufig weichgespült sei. Das geschehe immer dann, wenn die Autorität der Bibel als Gottes Wort beschädigt werde: „Der Glaube zerrinnt zwischen unseren Fingern, wenn wir die Bibel zerfleddern“, so Vieweger.
Ulrich Parzany, der Vorsitzende des Netzwerks Bibel und Bekenntnis, erinnerte beim Christustag in Hersbruck daran, dass das Evangelium nicht „ein esoterisches Heilmittel für die private Nische“ sei. Es gehe alle an und müsse öffentlich verkündet werden. Der Evangelist Lutz Scheufler sagte dazu in Lichtenfels, Christen sollten nicht einfach warten, bis sie von anderen angesprochen werden: „Das christliche Zeugnis funktioniert nicht als Stummfilm.“
Der Leipziger Theologieprofessor Peter Zimmerling wiederum betonte in Bayreuth, dass der Mut zum Glaubenszeugnis aus der eigenen Erfahrung der Liebe Jesu entstehe. Dann werde das Zeugnis für Jesus auch für andere Menschen glaubwürdig. Ähnlich äußerte sich David Jarsetz, der Leiter der Liebenzeller Mission, in Weiltingen. Als Beispiel führte er an, wie sein Sohn einmal nach der Zeit bei einer jungen Babysitterin noch nach deren Parfüm gerochen habe. Im übertragenen Sinn sei es wichtig, sich immer wieder „in Jesu Arme“ zu begeben, um dann auch den „Geruch“ Jesu annehmen – das werde Auswirkungen auf das Miteinander mit anderen Menschen haben.

Sprachfähig werden im Glauben
Der Dank für das Wunder der deutschen Einheit stand im Mittelpunkt der Beiträge von Alexander Garth in München. Der Pfarrer, der 1988 aus der DDR ausgebürgert worden war, erinnerte an die Diskriminierungen, denen Christen in der DDR ausgesetzt waren. Zugleich habe man gelernt, den eigenen Glauben gegen Angriffe des sozialistischen Staates zu verteidigen; dies habe die Sprachfähigkeit im Glauben geschult – ein Thema, das angesichts eines säkularen Umfelds für Christen heute zunehmend an Bedeutung gewinne.
Der Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, Hans-Jörg Voigt, verwies in Berg (Oberfranken) auf die Religionsfreiheit in Deutschland. Trotzdem gebe es Anfeindungen wie im Fall einer Kirche in Berlin, die wegen ihres Engagements für Flüchtlinge Polizeischutz brauche.
In Regensburg erklärte der emeritierte Theologieprofessor Hans Schwarz, der Exodus der Mitglieder aus den Kirchen müsse gläubige Christen auch im Hinblick auf Staat und Gesellschaft beunruhigen, schließlich beruhe der freiheitliche Sozialstaat auf der jüdisch-christlichen Idee der Nächstenliebe. Nächstenliebe wiederum basiere darauf, dass Gott die Menschen zuerst geliebt habe.
Zu den neun Veranstaltungen des Christustags Bayern kamen in diesem Jahr rund 1.250 Besucher, die meisten nach Hersbruck und Weiltingen. In Berg und Lohr sprachen die örtlichen Landräte Oliver Bär und Sabine Sitter Grußworte.
Der Christustag Bayern wird seit 2012 vom Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern in Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden und Gemeinschaften organisiert. Er findet zugleich in Abstimmung mit dem Christustag in Württemberg und Baden statt – 2025 auch mit einem gemeinsamen Motto.




Erklärungen zum CHRISTUSTAG BAYERN :
Der CHRISTUSTAG BAYERN ist eine Initiative des

Der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern „ABC“ ist ein Zusammenschluss verschiedener Gruppen und Verbände, denen das missionarische Zeugnis von Jesus Christus auf der Grundlage der Heiligen Schrift wichtig ist. Der ABC initiiert den CHRISTUSTAG als überregionalen Glaubenstag, veranstaltet Seminare für Kirchenvorstände, publiziert die ABC-Nachrichten, um Gemeinden und Einzelne auch in kirchlich herausfordernden Zeiten zu ermutigen. Zudem engagiert sich der ABC für die Klärung theologisch strittiger Themen.
